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Schmierstoff-ABC

Kosten

 

Kosten können als direkte Kosten entstehen, beispielsweise für die Gewinnung von toxikologischen oder ökotoxikologischen Daten in entsprechenden Studien. Die EU-Kommission hat im Jahr 2005 als Teil der Vorbereitungen auf REACH die Unternehmensberatung KPMG beauftragt, die direkten Kosten von REACH abzuschätzen. Unter der Annahme, dass wirklich alle Studien durchgeführt werden müssen, weil keine Daten aus anderen Quellen verfügbar sind, und dass es nur einen Registranten gibt, die Kosten also auch nicht auf mehrere Schultern verteilt werden können, ist KPMG zu folgenden Zahlen gekommen:

 

  • 1 - 10 t pro Jahr: 15.000 €
  • 10 - 100 t pro Jahr: 163.000 €
  • 100 - 1.000 t pro Jahr: 282.000 €
  • > 1.000 t pro Jahr: 323.000 €


Ein weiterer Hinweis ist angebracht: Seit 2005, dem Jahr der KMPG-Schätzung, hat man den Katalog der durchzuführenden Studien verändert. Studien sind von einem Tonnageband in ein anderes gerutscht. Das heißt konkret: Die Zahlen sind nicht absolut zu sehen. Sie verdeutlichen vielmehr die Größenordnungen, mit denen die registrierungspflichtigen Unternehmen - und damit auch wir - zu rechnen haben.

Angesichts dieser Kosten ist verständlich, warum REACH soviel Wert darauf legt, den mittleren und kleinen Unternehmen Erleichterungen an die Hand zu geben. Studien dürfen erst dann durchgeführt werden, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit der - kostengünstigeren - Gewinnung von Daten gibt. Solche kostengünstigeren Varianten sind z.B. Computermodelle. Außerdem müssen die wirklich teuren toxikologischen und ökotoxikologischen Studien an Wirbeltieren in den Registrierungsforen, den SIEFs, geteilt werden. Ihre Kosten werden also auf mehrere Schultern verteilt. Alle anderen Studien können geteilt werden - wenn sich die SIEF-Teilnehmer darauf einigen können. Viel wird also von der Zusammenarbeit in den SIEFs abhängen. Leider ist zurzeit noch nicht abzusehen, wie die SIEFs wirklich funktionieren werden.

 

Neben den direkten Kosten, die durch die durchzuführenden Studien verursacht werden, gibt es indirekte Kosten. Es muss z.B. damit gerechnet werden, dass die Preise für Rohstoffe steigen werden, weil die registrierungspflichtigen Hersteller die ihnen entstehenden direkten Kosten zumindest teilweise an ihre Kunden weiterreichen werden. In welchem Ausmaß Rohstoffe tatsächlich teurer werden und wie sich das auf die höheren Stufen der Wertschöpfungskette - vielleicht sogar auf den Endverbraucher - auswirkt, kann zurzeit nur grob abgeschätzt werden. Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Rohstoffpreise, wenn überhaupt, dann nur unmerklich steigen werden. Die Industrieverbände sind da natürlich anderer Meinung. Auch in diesem Punkt müssen wir also die zukünftige Entwicklung abwarten, bevor verlässliche Zahlen diskutiert werden können

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