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Schmierstoff-ABC

Ressourcen


REACH sieht für die verschiedenen Akteure der Wertschöpfungskette unterschiedliche Verpflichtungen vor. Im einfachsten Fall muss ein nachgeschalteter Anwender Informationen über die sichere Handhabung und Verwendung eines Stoffes, die ihm bekannt werden, seinem Lieferanten mitteilen. Das wird wohl nicht so oft vorkommen. Der Arbeitsaufwand ist eher überschaubar.

Anders sieht es aus, wenn der nachgeschaltete Anwender eine eigene Stoffsicherheitsbeurteilung anfertigen muss, wie jeder Produzent oder Importeur. Stoffsicherheitsbeurteilungen können, abhängig von den Eigenschaften und der Gefährlichkeit eines Stoffes, sehr umfangreich und kompliziert werden. Im schlimmsten Fall können dann nur noch Experten herangezogen werden, die beispielsweise die toxikologischen Eigenschaften des Stoffes interpretieren. Aber welches mittelständische Unternehmen unterhält schon einen Stab von Toxikologen?

Auch die anderen Dokumentations- und Kommunikationspflichten, die REACH für Registranten vorsieht, können nur durch Spezialisten bewältigt werden. Zwar bietet REACH eine Reihe von Software-Tools und anderen Hilfsmitteln für die praktische Durchführung, aber auch eine Datenbank muss bedient und gewartet werden. Von der Eingabe und Interpretation der Daten ganz zu schweigen. Hinzu kommt, dass einige Leitfäden und technische Hilfsdokumente nur auf englisch verfügbar sind. Auch das kann ein Problem sein, denn wer versteht schon alle englischen Fachausdrücke?

 

Ein weiterer Punkt, der die besonderen Herausforderungen, die REACH an die Ressourcen der Unternehmen stellt, hervorhebt, ist die Teilnahme der Registranten an den Registrierungsforen, den SIEFs. An den SIEFs nehmen alle Registranten ein und desselben Stoffes teil. Unabhängig davon, ob sie aus Malta, Polen oder Deutschland kommen. Damit wird die Kommunikation im SIEF problematisch. Außerdem können im SIEF Unternehmen aller Größenordnungen vertreten sein: von multinational aufgestellten Konzernen bis hin zu kleinen und mittleren Unternehmen, die auf völlig andere Ressourcen zurückgreifen müssen. Während große Konzerne ganze Fachabteilungen für die REACH-relevanten Aufgaben bereitstellen, gibt es in kleinen und mittleren Unternehmen häufig nur eine oder allenfalls zwei Personen, die sich mit dem Bereich „Regulatory Affairs" beschäftigen. Wie passt das zusammen?

Hier zeigt sich, dass eine fundierte Vorbereitung auf REACH notwendig ist. Neben den technischen Voraussetzungen, REACH-konform zu arbeiten, müssen insbesondere auch die personellen Ressourcen geschaffen bzw. ausgeschöpft werden. Das geht aber nicht so schnell. Einen Computer kann man mal eben kaufen. Einen gut ausgebildeten REACH-Fachmann findet man - wenn überhaupt - nach langem Suchen auf dem Arbeitsmarkt. Für unsere Kunden und Partner ist wichtig: wir bereiten uns bereits seit Jahren auf REACH und alle seine Aspekte vor und haben die notwendigen Ressourcen parat.

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