Historie.

Als der junge Carl Bechem (1806-1891) seine kaufmännische Ausbildung in einem Textilunternehmen in Elberfeld* absolvierte, war die „industrielle Revolution“ in diesem Wirtschaftszweig schon in vollem Gange. Carl Bechem wurde unmittelbar mit dem ständig steigenden Grad der Mechanisierung und dem technischen Fortschritt konfrontiert. Die Wichtigkeit von Schmierstoffen wird er dabei schnell erkannt haben. 1828 zieht er nach Hagen, einem immer bedeutender werdenden Verkehrsknotenpunkt des aufstrebenden Ruhrgebiets, um dort wenig später sein Schmierstoffunternehmen zu gründen.
Heute wird BECHEM als Familienunternehmen in der sechsten Generation geführt und verfügt über ein weltweites Netzwerk von Tochterunternehmen, Joint Ventures und Vertriebspartnern. Mit unserer lange gewachsenen und auf die Zukunft ausgerichteten Unternehmenskultur stellt sich BECHEM den kommenden Herausforderungen.

* Stadtteil des heutigen Wuppertals

 
Carl Bechem
1834 – 1840

Fast zeitgleich mit der Bildung des deutschen Zollvereins und dem Wegfall vieler Handelsschranken gründete der junge Kaufmann 1834 die erste deutsche Ölfabrik.
1835: Die erste Eisenbahnlinie startet in Deutschland. Schon bald wird die Eisenbahn erster bedeutender Großkunde von BECHEM sein.
1840: Die Drahtziehereien im Raum Altena werden ebenfalls ein großer und wichtiger Kundenkreis.

1834 – 1840
1870 – 1909

1870er Jahre: Carl Bechem entwickelt erste mineralölbasierte Schmierstoffprodukte und ist mit seinem jahrzehntelangen Know-how führender Anbieter in Deutschland.
1895: Als eines der ersten deutschen Unternehmen stellt BECHEM Schmierstoffe nach Art der Staufferfette her.
1909: BECHEM erwirbt die Marke "Staroil", die u. a. bei der Luftschiffbau Zeppelin GmbH mit Erfolg in den Flugmaschinenmotoren eingesetzt wird, z. B. im Z II und Z III.

1870 – 1909
1920 – 1948

1920: BECHEM Schmierstoffe erfüllen alle Anforderungen, die der technische Fortschritt mit sich bringt. Der Verkauf wandelt sich vom reinen Handel zum technischen Vertrieb mit Ingenieuren im Außendienst.
1930: Zusammenarbeit mit den Kugellagerfabriken in Schweinfurt. W 16, KS-28 und SN-28 sind angesehene Kugel und Wälzlagerfette.
1948: BECHEM stellt als erstes deutsches Unternehmen Schmierfette für modernste Timken-Wälzlager her.

1920 – 1948
1952 – 1974

1952: BECHEM zieht nach Hagen-Vorhalle, dem heutigen Stammsitz, und baut neue Werksanlagen auf.
1973: BECHEM liefert Räumöle für die Fertigung der Saturn-Transportvorrichtung, von der die Saturn V zum Apollo-Mondprogramm startete.
1974: BECHEM entwickelt erste Polyharnstoff- fette für den Einsatz in hochtemperaturbelasteten Schmierstellen der Stahlindustrie.

1952 – 1974
1981 – 1993

1981: Markteinführung des seewasserfesten Hochleistungsfettes High-Lub SW 2.
1986: BECHEM steigt mit der Avantin Serie in den Bereich vollsynthetischer Kühlschmierstoffe für die Metallverarbeitung ein.
1993: Berulit 935 ist Grundstein für die Entwicklung von erfolgreichen Beschichtungsmedien im Halbwarmschmiedebereich.

1981 – 1993
1994 – 2005

1994: BECHEM liefert umweltverträgliche Schienenschmierstoffe für das Eurotunnelprojekt.
2003: Der globale Expansionskurs wird mit einer eigenen Produktion in China fortgesetzt.
2005: BECHEM führt ein komplettes Programm von Gleitlacken (Anti-Friction-Coatings) für den Automotivebereich ein.

1994 – 2005
2010 – 2015

2010: Erstmaliger Serieneinsatz von Mikrokapseltechnologie in Gleitlacken.

2011: BECHEM gewinnt gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut IVV und der TU Braunschweig den Deutschen Rohstoffeffizienzpreis.

2012: Das Fraunhofer-Team, wird für die Gemeinschaftsentwicklung mit BECHEM als Industriepartner für den Kühlschmierstoff Berufluid mit dem Joseph-von Fraunhofer-Preis ausgezeichnet.

2015: BECHEM ist Preisträger im Wettbewerb NRW-Wirtschaft im Wandel.

2010 – 2015
Zukunft

BECHEM meistert mit seinem heutigen Produktprogramm nicht nur Lösungen für die Gegenwart, sondern ist auch Wegbereiter zukunftsweisender Schmierstoffanwendungen und Technologien. Solide Basis hierfür ist eine lange gewachsene, auf die Zukunft ausgerichtete Unternehmenskultur, jahrzehntelange Erfahrung, intensive Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Anwendern und Industriepartnern sowie großes Können und Engagement unserer Mitarbeiter.

Zukunft